(K)eine Lizenz zum Gelddrucken

Informationen zu unterschätzten Risiken bei der Verpachtung von Grundstücken für Windkraftanlagen.

Ein Artikel von http://www.vernunftkraft.de

 

 

ZDF - Frontal21 - 22.10.2013

In diesem Bericht wird deutlich das die Lärmbelästigung deutlich höher ist als immer behauptet. Selbst die gesetzlichen Grenzwerte können offenbar hier nicht eingehalten werden.

Den Bericht auf ZDF.de ansehen

Ab ca. Minute 26

"Wupp - wupp - wupp" bei Tag und bei Nacht

Hier finden Sie einen Link zu einem sehr interessanten TV-Beitrag des Fernsehsenders 3sat zum Thema Windpark mit dem Titel:

"Wupp - wupp - wupp" bei Tag und bei Nacht
Anwohner wehren sich gegen Windrad-Geräusche: "Man kann nicht an der Bevölkerung vorbei planen, sondern muss sie früh einbeziehen", sagt Thomas Jacob von der "Volksinitiative Windrad".

http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=27847

 

 

Immobilienpreise im (Schlag-)Schatten

“Zahlreiche Immobilien in der Nähe von WKA sind quasi unverkäuflich”, erklärt Jürgen-Michael Schick, Sprecher des Verbands Deutscher Makler (VDM). Verbandsmitglieder in Niedersachsen und Schleswig-Holstein beklagten, dass einige Häuser seit Jahren mit Preisabschlägen von bis 40 Prozent angeboten würden. “Dennoch gibt es nicht einmal Interessenten für diese Objekte”, sagt Schick.

Der Verbandsvorsitzende des Eigentümerverbandes Haus&Grund Schleswig-Holstein Herr Jochem Schlotmann fordert daher das Land auf, einen gesetzlichen Anspruch auf finanziellen Ausgleich für die betroffenen Eigentümer zu regeln. Deren Grundstücke würden unter anderem durch Lärm, Schattenschlag, Eiswurf, durch die bedrängende Wirkung und die bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen an Wert verlieren. Wertverluste von 30 Prozent oder gar Unverkäuflichkeit der Immobilie seien nicht unüblich.

Eine gewisse Wertminderung von Grundstücken in der Nähe von Windparks sei zu befürchten, sagt auch der Kulmbacher Immobilienmakler Jörg Naumann. Doch könnten die Preise im ländlichen Raum gar nicht stark fallen, da sie nicht hoch seien – und sich die Nachfrage ohnehin in Grenzen halte.

 

Quelle: Immobilienpreise im (Schlag-)Schatten, Gegenwind Starnberg

 

 

Die Bezirksregierung Münster schreibt:

Aufgrund der flachen Topographie im Münsterland und der Höhe der Anlagen werden das Landschaftsbild und die Kulturlandschaft (inkl. Erholung und Tourismus) durch die Errichtung von WEA stark beeinträchtigt, da die Anlagen weithin sichtbar sind und es nicht möglich ist sie durch Anpflanzungen o.ä. "zu verstecken". Es entsteht leicht der Eindruck einer flächendeckenden "Verspargelung" der Landschaft.

Am Standort der Anlage kommt es zu einem Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche, zur Versiegelung von Boden und zur Zerschneidung der Flächen. Dies trifft nicht nur auf den direkten Standort der Anlage, sondern auch die erforderlichen Kranstellflächen, Zuwegungen und Leitungen zu.

Die in Folge des weiteren Ausbaus der Windenergienutzung zunehmende Anzahl der Windenergieanlagen und deren zunehmende Höhe werden sich negativ auf die Kulturlandschaft des Münsterlandes auswirken. Im Rahmen der Fortschreibung des Regionalplans und der Flächennutzungspläne ist diesem Belang Rechnung zu tragen und in der Abwägung ausreichend Gewicht beizumessen.

 

Quelle: Positionierung der Bezirksregierung Münster zu erneuerbaren Energien

 

 

Zwei Milliarden Euro zahlen die Deutschen pro Jahr für die Windkraft. Bei wem landet das Geld?

Ein Hektar Ackerland bringt normalerweise nicht mehr als ein paar Hundert Euro Pacht pro Jahr. Für ein Stück Land mit einem Windrad darauf dagegen kann der Eigentümer rund 20.000 Euro kassieren, weht der Wind besonders stark, sind bis zu 50.000 Euro möglich. Wer als Landwirt einen ganzen Windpark auf seinem Grundstück stehen hat, ist ein reicher Mann. Kühe hält er dann nur noch zum Spaß.

Auch die Banken, meist Sparkassen oder Volksbanken, verdienen gut am Geschäft mit den Windparks. Die Anlagen sind so teuer, dass sie fast immer über Kredite finanziert werden, die Zinsen gehören zu den größten Kostenblöcken. Dazu kommen Ausgaben für Wartung, Geschäftsführung und Projektmanagement.

 

Quelle und gesamter Artikel: Zeit-Online

 

 

Zum Windpark Hollich

Aus den Reihen der GbR wird immer mal wieder der Windpark Hollich in Steinfurt als Musterbeispiel genannt. Dort sollen schon vergleichbare Anlagen stehen.

Daher mal ein paar Fakten zum Windpark Hollich:

Insgesamt stehen dort 19 Windkraftanlagen. Die 2 größten und neuesten Anlagen vom Typ "REpower MM92" wurden dort 2011 errichtet und in Betrieb genommen.
Laut Hersteller haben diese eine Nennleistung vom ca. 2 Megawatt, die Nabenhöhe beträgt je nach verwendetetm Stahlrohrturm zwischen 68,5m und 100m und der Rotordurchmesser ist mit 92,5m angegeben, was eine maximale Gesamthöhe von 114-146m ergibt.
Die 17 älteren WKA's im Windpark Hollich sind etwas kleiner.

Die WKA's in Steinfurt sind also nicht mit den jetzt geplanten oder schon im Bau befindlichen Anlagen in Riesenbeck, Saerbeck und Emsdetten zu vergleichen, sondern eher mit den dort bereits laufenden.

Quellen:
http://www.windpark-hollich.de/
http://www.repower.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Windkraftanlage